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Darmstädter Echo: Diakonie und Gesundheitsengel laden zur Weihnachtsfeier - 27.12.2005
 

Hähnchenkeule und Schwarzes Theater
Obdachlose: Diakonie und Gesundheitsengel laden zur Weihnachtsfeier – Sozialwettbewerb

Zur Weihnachtsfeier für Obdachlose luden die Diakonie Darmstadt und der Verein „Gesundheitsengel“ am Tag vor Heiligabend in die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde ein. Zu essen gab es Hähnchenkeule mit Spätzle, dann wurden Kaffee und Kuchen serviert. Nach den Predigten der Pfarrer Wolfgang Gern und Anita Gimbel-Mette sorgten Gospelsängerin Felicia Taylor und zum Abschluss ein so genanntes „Schwarzes Theater“ für weihnachtliche Stimmung. Für den Verein „Die Gesundheitsengel“ fand sein Einsatz für Obdachlose in diesem Jahr damit seinen besinnlichen Abschluss. Ziel dieses noch jungen Vereins ist es, Obdachlosen, aber auch anderen bedürftigen Menschen in Darmstadt bei der Gesundheitspflege zu helfen. Den Anfang machte der Darmstädter Zahnarzt Martin Ahrberg. Ende 2004 versorgte er – angeregt durch den Sozialwettbewerb des Hessischen Fernsehens – fünf Obdachlose mit neuen Zähnen.

Nach der Fernsehsendung – bei der er übrigens auch Felicia Taylor kennenlernte – fanden sich Mitstreiter, mit denen er 2005 den Verein „Die Gesundheitsengel“ gründete. Für ihre Arbeit erhielten die „Gesundheitsengel“ ein Beratungspaket vom Verein „Start Social“. Dieser von Sponsoren aus der Wirtschaft getragene Verein will soziale Initiativen mit individueller Beratung unterstützen, die Vereinsarbeit auf ein solides Fundament stellen und zudem die besten Projekte eines Jahres prämieren.

Und auch bei den besten Projekten fliegen die Darmstädter Engel vorne mit. Sie sind unter den besten 25 – von rund 500 Teilnehmern – des letzten „Start-Social“-Wettbewerbs. Ahrberg wird als Vereinsvorsitzender am Finale im Februar 2006 in Berlin teilnehmen und Gelegenheit haben, seine Initiative dabei auch Bundeskanzlerin Angela Merkel vorzustellen. Er hoffe zwar, unter die sieben Preisträger zu kommen, aber angesichts des sozialen Charakters aller teilnehmenden Projekte wäre er „nicht traurig, wenn wir nichts bekommen“.

Wer die Darmstädter „Gesundheitsengel“ kennenlernen und mehr erfahren will, hat dazu Gelegenheit bei ihrem Neujahrsempfang: am 11. Januar 2006 um 19 Uhr im Haus der offenen Kirche, Rheinstraße 31.

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